Im Jahr 2010 initiierte die Stadt Borna eine Ideenfindung für das Zwiebelhaus sowie die Bahnhofstraße im städtebaulichen Umfeld. Teilnahmeberechtigt waren Studenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (HTWK). Fast alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten ihren Lebensmittelpunkt nicht in Borna. Daraus ergab sich eine erfrischende Sicht auf die Gegebenheiten. Die unvoreingenommene Sicht schärfte den Blick auf bis dahin übersehene bzw. nicht erkannte Potentiale. 

Die Bahnhofstraße hat ihr Gesicht in den letzten Jahren stark gewandelt. Dies hat zum einen seine Ursache in der veränderten Nachfrage nach Dienstleistungen des Öffentlichen Personennahverkehrs, zum anderen in der demografischen Entwicklung, die durch einen Rückgang der Einwohnerzahlen geprägt ist. Es ist davon auszugehen, dass sich insbesondere nach Fertigstellung des City-Tunnels in Leipzig, die Erreichbarkeit Bornas mit Hilfe der Bahn deutlich verbessern wird. Durch die bessere Erreichbarkeit wird sich die Wahrscheinlichkeit, dass mehr Besucher nach Borna kommen, sicher erhöhen.

Wer mit der Bahn anreist, sieht als erstes den Bahnhof, den Bahnhofsvorplatz und wird über die Bahnhofstraße den Weg in die Innenstadt suchen. Dabei kommt der Bahnhofstraße dann die Funktion einer Visitenkarte zu, denn der erst Eindruck prägt oft den Gesamteindruck, den eine Stadt bei ihren Besuchern hinterlässt.

Im Nachgang des Ideenwettbewerbs werden nun die besten und realistischen Ideen als Grundlage für die weitere Stadtentwicklung herangezogen. Die Zusammenfassung erfolgt in einem Masterplan Bahnhofstraße. Um der Zielsetzung des Masterplans als Leitbild und Handlungsleitfaden insbesondere für die weitere Entwicklung des öffentlichen Raumes in der Bahnhofstraße gerecht zu werden, müssen verschiedene Themenfelder genauer betrachtet und die vorgeschlagenen Lösungen gebündelt werden. 

Folgende Punkte wurden in den Blick genommen:

  • Gestaltung der Bahnhofstraße mit Hilfe eines Fußgängerleitsystems, mit Möblierung und Beleuchtung sowie Begrünung 
  • Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes und des Busbahnhofs
  • Entwicklung von zwei Grünflächen an der Bahnhofstraße
  • Platzgestaltung Wettinstraße
  • Kreuzung Anger-, Bahnhof- und Altenburger Straße
  • Städtebauliche Gestaltung Bereich Wassergasse bis Weiße Brücke
  • Vorschläge für eine temporäre Gestaltung und Nutzung von Brandwänden und Baulücken als Empfehlung für die Grundstückseigentümer
  • sonstige herausragende Ideen außerhalb der Aufgabenstellung des Wettbewerbs


Über die STEG Stadtentwicklung GmbH erfolgte die Zusammenfassung und Überprüfung der studentischen Ideen aus dem vergangenen Jahr im Hinblick auf ihre tatsächliche Realisierbarkeit. Am 09. August 2011 wurden die Ergebnisse dieser Prüfung Vertretern des Stadtrats und der Verwaltung im Rahmen einer Präsentation vorgestellt. Dabei wurde noch einmal deutlich, welch kreatives Potential die Studenten an den Tag gelegt hatten.

Die Umsetzung der als realisierbar eingeschätzten Ideen wird in enger Abstimmung zwischen der Verwaltung, dem Stadtrat, den Gewerbetreibenden entlang der Bahnhofstraße und natürlich den Anwohnern erfolgen.

Als erster Schritt wurde die Gestaltung der Giebel des Hauses Wassergasse/Ecke Bahnhofstraße und des Gebäudes Bahnhofstraße 40 unter dem Motto "Historie schmückt Wände" realisiert. 

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