Die Schwimmhalle in der Deutzener Straße ist die einzige ihrer Art in der Region Borna und hat daher für viele Freunde des Schwimmsports und für das Schulschwimmen eine große Bedeutung.

Sie wurde im Jahr 1979 als „Volksschwimmhalle“ in Nachbarschaft zur damaligen Polytechnischen Oberschule errichtet und erfreute sich bei den Bornaern und im Umland großer Beliebtheit. Nachdem 30 Jahre lang keine wesentlichen baulichen Veränderungen vorgenommen wurden, musste die Schwimmhalle dringend saniert werden.

Für etwa eineinhalb Jahre wurde die Schwimmhalle einem kompletten Umbau unterzogen und entstand mit städtischen Mitteln und mit Hilfe der EFRE-Förderung für 5,3 Millionen Euro (netto) neu. 

Zunächst wurde die Schwimmhalle bis auf das Haupttragewerk komplett abgerissen. Das Stein-Fresko an der Seitenmauer solle erhalten bleiben und restauriert werden. Die Westseite der Schwimmhalle wurde ergänzt bzw. erweitert, so dass die Wirkung eines Wintergartens mit entsprechenden Liegemöglichkeiten entstehen konnte. Parkplätze sind im hinteren Bereich der Friedrich-List-Straße entstanden.

An der Stelle des jetzigen Hauptzuganges zu der Schwimmhalle entstand ein höhenmäßig gestaffelter Saunagarten. Zusätzlich erwähnenswerte Gestaltungselemente für diese Saunalandschaft sind Gabione. Dieser Saunagarten ist Teil des erweiterten Untergeschosses, in dem eine Finnische Sauna und ein Saunarium gestaltet wurde. Es gibt zwei Ruhebereiche und als Highlight für den Saunagänger ist eine Aufguss-Sauna im Stollencharakter. In dem kompletten Sauna-Bereich spiegelt sich die Bergbaugeschichte wider, damit wurde ein Bezug zu der Vergangenheit der Stadt Borna und ihrer Umgebung hergestellt. Dieser Bereich ist nur über die Schwimmhalle zugänglich und besitzt keinen separaten Eingang.

Die moderne Farbgebung der Außenfassade der Schwimmhalle zeigt, dass man hier einem familienfreundlichen Konzept gefolgt ist. Der jetzige Haupteingang wurde von der Südseite an die Nordseite verlegt. Im Eingangsbereich findet man moderne Wechselumkleidekabinen vor. Das 25 Meter lange Schwimmerbecken ist mit der Größe mit fünf Bahnen und einer neuen behindertengerechten Einstiegstreppe wiederhergestellt worden. Ebenfalls blieb das Nichtschwimmerbecken in der jetzigen Größe erhalten. Neu entstand für die Jüngsten ein Kinderbereich mit Planschbecken. Insgesamt entstand eine gesamte Wasserfläche von ca. 400 m².

Seit Dezember 2011 trägt die Halle den Namen "Jahnbad Borna". Er ist das Ergebnis eines gemeinsamen Namensfindungswettbewerbs von Ältestenrat des Bornaer Stadtrates und der Lokalausgabe der "Leipziger Volkszeitung" und hat historische Wurzeln. Mit dem Bau der Brikettfabrik Borna wurde für betriebliche Zwecke ein Wasserreservoir angelegt, das unter dem Namen Jahnbad gleichzeitig als Freibad diente.

Am 04. März 2012 fand die offizielle Eröffnung des Funktionsbereichs Schwimmhalle im Jahnbad Borna statt. Seit diesem Tag kann die Schwimmhalle von Besuchern genutzt werden. Zudem findet in der neuen Schwimmhalle das Schulschwimmen der Grundschulen aus Borna und der Region statt.

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